Dienstag, Oktober 14, 2008

Glücklich gemacht ...

... habe ich heute meine Mutter.
Sie war schon während des Strickens begeistert von dem, was da auf den Nadeln zu sehen war und ich hatte ihr gestern die Socken zum Angucken und Anprobieren geschickt. - Sie findet sie klasse, sie passen und sie will sie behalten. Na, das ist doch fein! Ich freu´ mich doch, wenn mein Gestricksel ein liebes Zuhause findet ... und da sieht man mal wieder: Der eine trinkt gern Kaffee, der andere gerne Tee. So soll das ja auch sein. Und meiner Mutter konnte ich auch ehrlich und direkt sagen, dass ich die Socken gar schröcklich finde :-).
Und wenn meine Mutter nun noch erfährt, dass ihr Enkel die Socken aus der gleichen Wolle an den Füßen hat, wird sie sie noch lieber anziehen.

Meiner Kollegin hatte ich dieses Paar gar nicht mehr angeboten. Ich musste mal gut zu mir sein, denn sie hat das erste Paar, das ich für sie gestrickt hatte, ohne ein Wort des Dankes (eigentlich wollte sie die Wolle auch bezahlen) einfach an sich genommen und irgendwie hab´ ich mir leid getan ... ich verschenke gerne Sachen, aber ein Dankeschön hätte ich schon erwartet. Oder bin ich einfach nur zu sensibel???
Inzwischen ist es ja auch ein paar Tage her, in denen sie Zeit gehabt hätte, mal was dazu zu sagen und ich will ja nicht jammern, aber wieder mal beweist sich wohl, dass, was nix kost´, auch nix wert ist ...
Ja, ich bin enttäuscht und werde wohl hoffentlich in Zukunft besser aufpassen, wem ich solche handgemachten, doch auch wertvollen Dinge zukommen lasse ... aber ob ich jemals lerne, Leuten, die mir nicht nahe stehen, einen Preis für solche Handarbeiten zu nennen, der angemessen ist? Seufz. Wie war das noch? "Weil ich es mir wert bin?" Nun denn, frohes Üben wünsch´ ich mir ...

Kommentare:

Diana hat gesagt…

Sowas kenne ich nur zu gut und ich überlege mir inzwischen auch, wer von mir Selbstgemachtes geschenkt bekommt.

Aber immerhin konntest Du Deine Mutter glücklich machen, das ist doch schon viel wert!

LG Diana

Sockenlibeth hat gesagt…

Siehste, Tochter hat Mutter glücklich gemacht .... das hat doch was ! und so haben beide was davon :o)
und ich überleg mir inzwischen auch,wen ich bestrickenswert finde und wen nicht.... überhaupt überleg ich gut, für wen ich mir die Arbeit mache........

liebgrüss Lisabeth

Cecie hat gesagt…

wer kennt das nicht, hmmm?

ich hab draus gelernt. wenn ich nachfragen muss ob die socken gefallen, stricke ich mit sicherheit kein 2. paar. es gibt aber auch die gegenbeispiele wie zB meine nachbarin, die mir immer wieder erzählt wie toll die sind und dass sie im wechsel täglich trägt.

lass dich nich ärgern, strick halt mehr für dich (oder mich ;o)

liebe grüsse von einer,
die sich vorgestern tatsächlich mit dem nudossiglas und nem löffel im mund erwischt hat... *grrrr*

susanne hat gesagt…

ist doch toll, wenn die socken deiner mutter gefallen und auch noch passen.
und genau aus dem grund strick ich fast nur noch für meine familie,und die ausnahmen überleg ich ganz genau. für diese einstellung mußte ich allerdings auch lehrgeld zahlen...
tröstegrüße
susanne